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Artikel Focus Online vom 04.12.2008
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04.12.08, 12:56 Mietmarkt Im Westen werden Wohnungen knapp. In Westdeutschland ist die Wohnungssituation nach Erkenntnissen der Immobilienwirtschaft inzwischen dramatisch. Durch die zurückhaltende Bautätigkeit sei der freie Wohnungsbestand in einigen Städten bereits unter die 1-Prozent-Marke gerutscht. „Damit liegt er weit unter der Fluktuationsreserve von zwei bis drei Prozent, die ein funktionstüchtiger Markt für Umzüge und Sanierungsmaßnahmen dringend benötigt“, warnte Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD Bundesverbands. Wohnungen sind in vielen Städten schwer zu finden. Aktuelle Auswertungen des Energiedienstleisters Techem und des Marktforschungsinstituts Empirica ergaben nach IVD-Angaben zum Beispiel für Erlangen einen Leerstand von lediglich 0,5Prozent. In Karlsruhe liege er bei 0,7 Prozent, Darmstadt und Kempten folgen mit jeweils 0,8 Prozent nur knapp dahinter. Auch in Mainz und Baden-Baden sei weniger als ein Prozent des Wohnraums auf dem Markt. Insgesamt ist der Leerstand in den westdeutschen Bundesländern auf nun 2,4 Prozent gesunken. Knappes Angebot lässt Mieten steigen. Mittelfristig werden nach Einschätzung des IVD weitaus mehr Städte den Bedarf an Wohnraum nicht mehr befriedigen können. Diese Entwicklung werde auch zu steigenden Mieten führen, warnt Schick. Besonders tief in die Tasche greifen müssen diejenigen, die Altbauwohnungen in den guten Wohnlagen der deutschen Großstädte beziehen wollen. Hier stiegen die Nettokaltmieten im Vergleich zum Vorjahr bundesweit um 2,6 Prozent. Das zeigt eine detaillierte Auswertung des IVD-Wohn-Preisspiegels, der bundesweit die Miet- und Kaufpreise in 370 Städten in Deutschland untersucht hat.
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